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05.12.2018

Balgsaison 2018/19 - Annahmestellen für Felle - Aktuelle Liste

Roffuchs, Marderhund, Waschbär, Nutria und Co. werden an hier genannten Orten bis Mitte Februar 2019 angenommen.

Annahmestellen für Felle - Aktuelle Liste - Balgsaison beachten!

Fellwechsel Sammelstellen

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Flyer_Fellwechsel_ANSICHT

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Katalog_DJV_2018_Fellwechselseite


Saisonvorbereitung bei Fellwechsel!
Die Betriebsabläufe für die kommende Saison 2018/19 sind optimiert. Die Firma AKAH bietet ab der kommenden Saison Nierenwärmer und Muff aus heimischen Fuchs an.

Mit den Erfahrungen aus dem letzten Winter wurden verschiedene Abläufe optimiert. Ab Anfang Dezember werden die Sammelstellen zu festen Terminen angefahren. Um die Touren optimal planen zu können, bitten wir alle die noch geplanten oder bereits eingerichteten Sammelstellen unter www.fellwechsel.org/downloads anzumelden. Nur so ist sichergestellt, dass bei der Routenplanung keiner vergessen wird. Alle angemeldeten Sammelstellen bekommen dann, kurz vor Saisonbeginn eine feste Sammelstellennummer, die Abholtermine und die aktuellen Informationen.
Um den Veterinär- und Datenschutzauflagen zu entsprechen, wurde der Herkunftsnachweis noch einmal aktualisiert. Die neueste Version ist auf unserer Webseite unter www.fellwechsel.org/downloads zu finden. Der Herkunftsnachweis muss zu jedem Tier, dass an uns abgegeben wird. Ein Hinweis zur Verpackung findet sich auf der zweiten Seite des Vordrucks.
Neben der klassischen Aufarbeitung der Bälge zur Jagdtrophäe, bieten wir ab der kommenden Saison in Kooperation mit AKAH an, aus Ihrem Rotfuchs direkt einen Muff oder Nierenwärmer herzustellen. Für alle Aufträge, ob zum Balg oder zum fertigen Artikel bitte den Vordruck „Auftrag Lohnarbeit“ verwenden und nur ganze Tiere im Kern in die Sammelstelle bringen. Eine Annahme von selbst gestreiften Fellen ist aus veterinärrechtlichen Vorgaben nicht möglich.
Wer nicht auf seinen eigenen Balg warten möchte, kann sich im DJV-Shop schon jetzt die ersten Fellwechselartikel sichern.
Die Firma Blaser wird ab Herbst die erste Kollektion mit Bälgen aus der heimischen Jagd auf den Markt bringen.
Unterstützen Sie uns, am liebsten mit einer „Naturalspende“ auch in dieser Saison, um ein Zeichen für die Nachhaltige Jagd zu setzen.

Interview mit Andreas Leppmann, Geschäftsführer der Fellwechsel GmbH

Herr Leppmann die Abbalgstation ist fertig gestellt und alle Genehmigungen sind erteilt. Wie läuft es derzeit?
Wir arbeiten im Moment im Dauerbetrieb, um das in der letzten Saison gesammelte Raubwild zu pelzen. Dabei werden unterschiedliche Pelzwaren hergestellt.
1. Die Lohnaufträge, bei denen der Jäger seinen Balg zurückbekommt (Bälge werden mit orangener Marke gekennzeichnet).
2. Herstellung gegerbter Ware für den direkten Verkauf (Bälge werden mit grüner Marke gekennzeichnet)
3. Herstellung von getrockneter Ware für den Verkauf (Bälge werden mit gelber Marke gekennzeichnet)


Wie ist denn die Resonanz in der Jägerschaft auf das Projekt?
Die Unterstützung aus der Jägerschaft ist phänomenal. Ich bin seit 12 Jahren beim DJV und habe noch nie eine derartige Resonanz auf ein DJV Projekt erlebt. Wir werden alles daransetzen, dass das Projekt ein Erfolg wird. Ein herzliches Dankeschön und Waidmannsheil an Alle die für uns bisher schon Raubwild gesammelt haben und uns auch weiterhin unterstützen.
Apropo Erfolg: Wie sieht es denn mit den Absatzmöglichkeiten aus? Wenn die Zulieferung über die Jäger funktioniert, dann brauchen Sie ja auch entsprechende Absatzkanäle.
Wir haben seit Juli erst die Betriebserlaubnis, haben aber schon als ersten Partner die Firma Blaser gewinnen können. Diese wird ab Herbst die erste Kollektion, eine Damenjacke mit Steinmarderkapuzenkragen und Sumpfbiberverbrämung, eine Herrenjacke mit Waschbärkapuzenkragen und eine Lodenweste komplett mit Sumpfbiber gefüttert auf den Markt bringen. Darüber hinaus wird die Firma AKAH einen besonderen Service anbieten: Der Jäger der für uns sammelt, kann auf dem Formular Lohnarbeit ankreuzen, dass er seinen selbst erlegten Fuchs als fertigen Nierenwärmer oder Muff zurückbekommen will. Diese Produkte sind parallel dazu auch direkt über AKAH oder die DJV-Service GmbH erhältlich.
Reicht das denn aus? Wenn Sie als Mindestmarke 10.000 vermarktete Bälge pro Jahr angeben?
Damit wir Erfolg haben, müssen wir verschiedene Absatzmärkte nutzen.
- Herstellung eigener Produkte und Vertrieb über unsere DJV-Service GmbH. Hier gibt es bereits einen eigenen Bereich für Produkte von Fellwechsel: https://djv-shop.de/djv-artikel/fellwechsel/
- Herstellung von getrockneter Ware und Verkauf an Pelzhändler und über die großen Fellbörsen
- Verkauf von gegerbter Ware an die Bekleidungsindustrie, sowohl Jagdbekleidung als auch Fashion
Ein weiterer entscheidender Punkt wird natürlich auch sein, wie lange uns die Jäger das erlegte Raubwild kostenlos zur Verfügung stellen. Wir haben immer gesagt, dass wir ab dem zweiten Jahr einer Sammelstelle auch für die Ware bezahlen werden. Je länger die Jäger uns kostenlos unterstützen, desto eher kommen wir in die schwarzen Zahlen.

Wie wollen Sie denn konkurrenzfähig gegenüber billiger Chinaware aus der Farmhaltung werden?
Preislich können und wollen wir das nicht. Wir haben nur eine Chance, wenn der Verbraucher sich bewusst für Pelz aus der heimischen Jagd entscheidet. Damit sich dieser Gedanke auch Markt etabliert, haben die Kürschner ein Label entwickelt. Unter der Marke weprefur werden alle Artikel vermarktet, bei denen nachweislich nur Pelz aus der heimischen Jagd verwendet wurde. Über unseren Herkunftsnachweis und die individuelle Markierung stellen wir das sicher. Das ist einmalig und ist unser Alleinstellungsmerkmal am Markt. Auch wir Jäger können einen Markt schaffen. Es kann doch nicht sein, dass wir selber mit Faserpelzjacken aus Erdöl rumlaufen und unsere Bälge in den Müll werfen.
Was sind die Hauptargument für Pelz aus der heimischen Jagd?
1. Nutzung einer nachhaltigen Ressource, statt Plastikmüll  aktiver Umweltschutz, nutzen von Naturmaterialien statt Plastikmüll zu produzieren
2. Verdrängung der fragwürdigen Farmhaltung, insbesondere in China  aktiver Tierschutz, es wird kein Tier zusätzlich getötet werden, sondern es werden die genutzt, die wir im Rahmen der Jagd erlegen
3. Verstärkte Raubwildbejagung schützt bedrohte Arten bei gleichzeitiger konsumtiver Nutzung  aktiver Artenschutz
Wie sind die Abläufe für die Jägerschaften, die bisher noch keine Sammelstelle eingerichtet haben?
- Geeigneten Ort für die Kühltruhe auswählen. Dabei sind folgende Punkte zu klären:
o Soll diese Kühltruhe allgemein nutzbar sein oder nur für sich?
o Steht die Truhe frostsicher oder nicht? Je nach Standort muss der entsprechende Truhentyp angeschafft werden.
- Anmeldung der Sammelstelle über unser Onlineformular
o Die Anmeldung ist für unsere Logistik von entscheidender Bedeutung
o Jede angemeldete Sammelstelle bekommt dann von uns eine Sammelstellennummer


Was gibt es dann bei der Einlagerung zu beachten?
Für uns sind zwei Kriterien von entscheidender Bedeutung: 1. Die Qualität und 2. De r Herkunftsnachweis. Wenn Sie z.B. einen Fuchs erlegt haben und es entsprechend kalt draußen ist, dann lassen Sie ihn für ein paar Stunden (z.B. über Nacht) auskühlen. Zulange sollte das Tier aber nicht hängen, da ansonsten bereits der Zersetzungsprozess beginnt-das mindert die Qualität bis hin Untauglichkeit. Nach dem Abkühlen kommt das Tier in einen stabilen Plastiksack und von außen den Herkunftsnachweis in einen kleinen Gefrierbeutel daran. Am besten mit einem Kabelstraps den Sack, zusammen mit dem Gefrierbeutel verschließen. Wichtig ist, dass der Herkunftsnachweis von außen lesbar ist, welche Tierart sich um Sack befindet.
Was passiert mit verpackten Tieren, die nicht ordnungsgemäß beschriftet sind?
Insbesondere aus veterinärrechtlichen Gründen, können wir diese Tiere nicht mitnehmen. Wir sind, ab dem Moment wo wir die Tiere an der Sammelstelle übernehmen, Transporteur von K3-Material und müssen bei einer Kontrolle dokumentieren können, wie viele Tiere von welcher Art wir auf dem Fahrzeug geladen haben. Außerdem wäre damit unsere Rückverfolgbarkeit nicht gewährleistet und deshalb können diese Tiere nicht verarbeitet werden.


Wo kann ich mich über die ganzen Details zu Fellwechsel informieren?
Alle Formulare und Hinweise finden Sie unter www.fellwechsel.org oder schreiben Sie uns eine Mail an info@fellwechsel.org

Balgsaison für das Jagdjahr 2018/19 beachten!


Liebe Jägerinnen und Jäger,
 
ab Dezember können Sie Ihre Bälge abliefern. Ab Mitte Februar bereiten sich die Tiere wieder auf den Haarwechsel vor und damit ist die Balgsaison für das Jagdjahr 2018/2019 im Februar zu Ende und wir bitten Sie dann keine weiteren Tiere in die Sammelstellen zu bringen.
Für die großartige Unterstützung in der zurückliegenden Saison bedanken wir uns nochmals recht herzlich und freuen uns auf weitere Unterstützung in der nun kommenden Saison!


Bei weiteren Fragen melden Sie sich bitte unter info@fellwechsel.org .

Fellwechsel GmbH

Klärwerkstraße 3

76437 Rastatt

Telefon: 07 22 2 / 90 22 988